Perlbach

Perlen der Landschaft ...

... finden sich, wie der Name schon vermuten läßt, im Perlbach im Falkensteiner Vorwald; leider nur noch wenige. Ihre komplizierte Form der Fortpflanzung macht es uns nicht leicht. Die Larven der Muscheln brauchen Bachforellen als Zwischenwirt, in deren Kiemen sie mehrere Monate leben, um sich dann fallen zu lassen und sich noch einige Monate im Sand zu vergraben.  Erst dann sind ihre Schalen ausgehärtet.

   

Flußperlmuscheln vermehrensich wieder!

Unser Projekt ist eines von zwei in Deutschland, dass erfolgreich Jurngmuscheln hervorbringt! Ein eindeutiger Beweis für die hohe Qualität des Gewässers und dass sich unsere Anstrengungen der letzten Jahre gelohnt haben. Wie es funktioniert zeigte der Bayerische Rundfunk in der Sendung "Zwischen Schwaben une Altbayern".
Ein Beitrag von Radio Bayern 2 berichtet über eine Votivkrone aus dem Jahr 1475, in der bayerische Perlen verarbeitet sind und verweist auf das Schutzprojekt des LPV Regensburg: http://www.br.de/radio/bayern2/bayern/zeit-fuer-bayern/perlmuscheln-in-niederbayerischen-baechen-und-fluessen-100.html

Dramatische Rückgänge

Viele Bestände der Flussperlmuschel weisen leider dramatische Rückgänge auf.

Flußperlmuschel (Bild Schmid &Partner)Wirtsfische werden im Bach gefangen (Bild Möller)Nachwuchs bei den Flußperlmuscheln (Bild Schmid &Partner)

Überalterung

Seit Jahrzehnten fehlt der Muschelnachwuchs. Die Vorkommen überaltern und viele drohen in den nächsten Jahrzehnten auszusterben. Der Landschaftspflegeverband versucht diese Entwicklung aufzuhalten. 

Maßnahmen

Um die nötige Gewässerqalität zu erhalteten, wurden Fischteiche im Bereich des Perlbachs aus der Nutzung genommen, um Nährstoff- und Schlammeinträge in das Fließgewässer zu vermindern. Daneben werden im Perlenbach die natürlich vorkommenden Bachforellen mittels elektrischer Befischung gefangen, mit Muschellarven infiziert und sofort wieder ausgesetzt. Parallel dazu werden die vom Fisch abfallenden Jungmuscheln in einer Fischzucht gesammelt und anschließend direkt an geeigneten Stellen des Gewässers in das Bachbett eingebracht. Mit diesen Maßnahmen will man das Aussterben der Flussperlmuschel verhindern. Jetzt ist es gelungen, die Muscheln produzieren wieder selbständig Nachwuchs!