Hirschkäfer sind die größte Käferart ind Deutschland.

Seltener Hirschkäfer

Der Hirschkäfer ist vom Aussterben bedroht, vor allem weil es Ihm an Totholz unter der Erde mangelt. Eichenkunstwerke, die teils im Boden eingelassen sind sollen attraktive Abhilfe schaffen.

"Bayerns UrEinwohner" ist eine Kampagne der bayerischen Landschaftspflegeverbände unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit.

 

Hirschkäfer - im Landkreis Regensburg gibt es sie noch!

Historische Nachweise gibt es an den Donauhängen bei Donaustauf mehrere. Deshalb wurden die Eichenwälder auch als FFH-Gebiet ausgewiesen, spezielle, nach europäischer Richtlinie geschützte Lebensräume, die europaweit bedeutende Tier und Pflanzenarten beherbergen.
Wie sich aber die Situation derzeit wirklich darstellt war weitgehend unbekannt. Im Rahmen eines Glücksspirale-Kleinprojekts wurde die aktuelle Verbreitung des Käfers ermittelt. Und es gibt erfreuliches zu berichten. Neben den vermuteten Vorkommen bei Donaustauf gibt es sogar einen zweiten Verbreitungsschwerpunkt bei Etterzhausen.

Haben Sie einen Hirschkäfer gesehen?

Geben Sie möglichst genau den Fundort, die Anzahl der Käfer und die Zeit des Fundes (möglichst genaue Jahresangabe, bei älteren Nachweisen das Jahrzehnt) an. Kontaktformular 

Donaurandburch - hier gedeihen wärmeliebende Eichenwälder.Eichenwald am ScheuchenbergAn den  Donauhängen

 Hirschkäfer erkennen

Der Hirschkäfer ist mit einer Länge von bis zu acht Zentimeter der größte heimische Käfer und eine sehr beeindruckende Erscheinung. Die Larve des Hirschkäfers lebt in verrottendem Eichenholz, vorzugsweise im Wurzelstock, da hier ausreichend Feuchtigkeit für die Pilze, auf die die Larve angewiesen ist, vorhanden ist. Die Larve erreicht eine Länge von bis zu 10 cm. Nach einer 4 bis 8 Jahre langen Larvenzeit im Holz von Eichen und anderen Laubbäumen fliegen die Hirschkäfer zwischen Mai und Juli. Bayernweit gibt es nur noch sehr wenige Vorkommen der Art. Wichtigster Lebensraum sind Standorte mit alten Eichen. Die Hirschkäfer sind am leichtesten in den Abend- und Nachtstunden zu entdecken. Meist fliegen die Tiere am Waldrand, auf Waldlichtungen, Kahlschlägen oder in Streuobstwiesen in Waldnähe. Die Tiere sind selten und geschützt, deshalb bitte die Käfer in Ruhe lassen und den Fundort an den Landschaftspflegeverband melden.
Zu erkennen ist das Männchen eindeutig an der beeindruckenden Größe und dem großen Geweih. Das Weibchen ist mit 3 bis 4 cm Länge deutlich kleiner aber an den braunen Flügeldecken eindeutig von anderen großen Käferarten zu unterscheiden.