Keilsteiner Hang
Der Keilsteiner Hang ist der artenreichste Biotop in Stadt und Landkreis Regensburg. 410 verschiedene Farn- und Blütenpflanzen kommen hier vor. Davon stehen 33 Arten auf der Roten Liste. Markante Felsgruppen, darunter der namensgebende Keilstein, ragen bis 100 m hoch aus dem Donautal auf. Das Gebiet umfasst bunt blühende Magerrasen, wärmeliebende Säume, wilde Gebüsche, karge Felsvegetation und trockene Wälder.
Zusammen mit dem Brandlberg erstreckt sich hier das große Naturschutzgebiet am Rande des Kalksteinbruchs im Stadtosten.
Zum Erhalt der Artenreichen Magerrasen ist muss gemäht oder beweidet werden. Überwiegend werden die Flächen seit Jahren vom Landschaftspflegeverband gemäht. In kleinerem Umfang findet auch eine Beweidung statt.
Durch die Stadrandlage gibt es viele Erholungssuchende, die hier unterwegs sind. In Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden entwickelt der Gebietsbetreuer ein Konzept zur Besucherlenkung: Freizeitaktivitäten ja klar, aber mit Respekt vor der Natur ist hier die Zielrichtung.
Schutz durch Nutzung
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege haben wir ein Schäferrevierkonzept für das Keilstengebiet erstellt. Im bayernweiten Pilotprojekt sollte die Vorteile aber auch Bedürfnisse der Hüteschafhaltung für die Biotoppflege dargestellt werden. Uns ist es ein Anliegen, mehr Flächen in die Beweidung einzubinden, um den Artenreichtum durch eine sinnvolle naturgemäße Nutzung zu sichern, die darüber hinaus wesentlich ökonomischer wäre. Das Konzept stellt ebenfalls die Realisierung der Beweidung als Ausgleichsmaßnahme dar.
→ Arbeitsbereich Ausgleich und Ersatz
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