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Streuobstwiesen

Wie artenreich sind unsere Streuobstwiesen? Dieser Frage gingen Botaniker und Zoologen im Juradistl-Projektgebiet nach. Es wurden 20 unterschiedliche Bestände mit verschiedenen Standortbedingungen und unterschiedlichen Alters ausgewählt, um einen möglichst breiten Überblick zu erhalten. Untersucht wurden dabei die Anzahl und das Vorkommen von Blütenpflanzen, Vögeln, Heuschrecken, Wildbienen und Wespen.

Streuobstwiesen – bunt und artenreich

Das Ergebnis zeigt, dass die Artenvielfalt der Streuobstwiesen deutlich höher ist als in herkömmlichen Wiesen. Das liegt in der Regel daran, dass die Streuobstbestände kaum gedüngt und nicht so oft gemäht werden. Typische Wiesenschmetterlinge, wie Schachbrett, Großes Ochsenauge oder Gemeines Wiesenvögelchen finden sich noch in nahezu allen Streuobstwiesen. Dies trifft auch für viele Heuschrecken, aber auch Pflanzenarten zu, die aus den heutigen Intensivgrünländern mittlerweile meist verschwunden sind.

Baumkrone und Unterwuchs – eine vielfältige Kombination

Alte, dicht stehende Streuobstbestände weisen durch ihre Beschattung zwar einen geringeren Anteil an bedrohten Pflanzen- und Insektenarten auf, bieten dafür aber im Gegensatz zu lichten Neuanlagen vermehrt Lebensräume für Vögel, Bienen und Wespen. Denn diese besiedeln gerne Baumhöhlen, Totholz und die alte rissige Borke des Stammes.

Streuobstwiesen – Juwelen in der Agrarlandschaft

Streuobstwiesen leisten gerade in intensiv genutzten Kulturlandschaften einen wertvollen Beitrag zum Biotopverbund. Hecken und Fließgewässer sind lineare Ausbreitungsachsen, Streuobstwiesen dagegen sind größere Rückzugsflächen, die mehr Ruhe und Futtervielfalt bieten. Die Untersuchung hat gezeigt, dass man hier noch eine breite Palette unserer Arten findet und je älter und magerer die Flächen sind desto mehr gefährdete Tiere und Pflanzen gesellen sich dazu.

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