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Wiesen und Weiden

In Mitteleuropa kommen über 400 Pflanzenarten hauptsächlich im Grünland vor. Wiesen und Weiden gehören damit zu den artenreichsten Biotopen weltweit. So überrascht es nicht, dass seit den Anfängen des Landschaftspflegeverbandes die Entbuschung von brach gefallenen Magerrasen ebenso zu den Schwerpunkten der Landschaftspflege gehört wie die Mahd von Feuchtwiesen. Viele dieser sogenannten Grenzertragsstandorte fallen heute aus der Nutzung und die einst bunten Wiesen wachsen ohne Mahd langsam zu. Eine enorme Artenvielfalt geht damit verloren, denn gerade auf mageren Böden gedeihen viele seltene Spezialisten: auf trockenen Weiden z.B. die Silberdistel oder die Kuhschelle, in nassen Wiesen rare Orchideen.

Der Landschaftspflegeverband erstellt Konzepte zur Pflege solcher Flächen und organisiert deren Finanzierung und Abwicklung. Umgesetzt werden die Maßnahmen von ortsansässigen Landwirten. Sie haben die Ortskenntnis und die erforderlichen Maschinen.
Daneben fördern wir naturgemäße Formen der Bewirtschaftung wie z.B. die Beweidung. Weiderevierkonzepte stellen sicher, dass nicht nur der Artenreichtum der Natur erhalten bleibt, sondern auch, dass die mit der Beweidung beauftragten Schäfer weiter davon leben können. Besonders steile, unwegsame Flächen und Felsbereiche können mittels Mahd nur schwer erhalten werden. Daher stellt die traditionelle Beweidung mit Schafen, Ziegen oder Rindern immer noch die beste und günstigste Art dar, solche Flächen zu erhalten.

Förderung

Landschaftspflegemaßnahmen werden über die „Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinie“ – kurz LNPR – gefördert. Der Zuschuss beträgt in der Regel 70%, bei besonders hoher Wertigkeit bis zu 90%. 
Weiderevierkonzepte können im Rahmen von Projekten wie Juradistl gefördert werden. Der Deutsche Verband für Landschaftspflegeverbände (DVL) hat in einem bayernweiten Pilotprojekt mehrere Konzepte erstellt und untersucht. Der LPV Regensburg hat sich mit einem Projekt am Keilstein daran beteiligt.

Eine naturgemäße Bewirtschaftung von Grünland (egal ob Mahd oder Beweidung) durch Landwirte kann durch das sogenannte Vertragsnaturschutzprogramm oder Kulturlandschaftsprogramm bezuschusst werden.

Mitmachen

Sie haben eine Wiese, die langsam zuwächst oder eine Wacholderheide, die langsam verbuscht? Sprechen Sie uns an, wir unterstützen Sie gerne!

Wir klären, ob eine Förderung in Frage kommt. Dabei kann die Pflege von extensiv genutztem Grünland – feuchte wie trockene Standorte – ebenso honoriert werden wie die Entbuschung von Magerrasen.

Ihr Ansprechpartner

Heidrun Waidele

Dipl.-Ing. (FH) Landespflege

Landschaftspflegemaßnahmen, Juradistl

Telefon: 0941/4009-364
E-Mail: heidrun.waidele@lra-regensburg.de


» Ich habe die Wiesen in der Schierlinger Au schon als Kind mit meinem Vater gemäht. Ich mache die Arbeit gerne und freue mich, wenn immer noch Brachvögel brüten. Es ist schön, dass diese Arbeit gesellschaftlich anerkannt und über den Landschaftspflegeverband auch honoriert wird. «

Johann Forster
Landwirt aus Eggmühl

Wiesen und Weiden

Nachrichten

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Im Film kann man jetzt genau erfahren, wie Erosionsschutz in Dammkulturen gemeistert werden kann. Landwirt Ludwig Lichtiger aus dem boden:ständig-Projekt Hellkofen, Petzkofen, Niederhinkofen wollte sie „wenn dann richtig“ angehen. Nichts geringeres als Mulchpflanzung von Karttoffeln erprobt er mit Unterstützung des AELF. Um das Wissen in die Breite zu bringen, gibt es rege besuchte Veranstaltungen. Mittlerweile ist durch Stefan Obermaier das AELF des benachbarten Landkreises ebenfalls mit an Bord.

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Wir suchen den Schlammpeizger

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Mit dem boden:ständig Preis ausgezeichnet!

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Für das „gemeinsame Handeln für eine wasserspeichernde Landnutzung und Flurgestaltung des Team Kartoffelmulchsaat-Entwickler in den Landkreisen Regensburg und Straubing-Bogen“ wurde im Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten der boden:ständig Preis 2022  verliehen. Zum ausgezeichneten Team gehören Landwirt Ludwig Lichtinger aus Petzkofen, Martina Prielmeier, boden:ständig Projekt-Koordinatorin vom Landschaftspflegeverband Regensburg e. V. sowie die Mitarbeiter der Ämter für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten (AELF), Ludwig Pernpeintner (Regensburg/Schwandorf) und Stephan Obermaier (Straubing-Bogen/Deggendorf).

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